Gefahren des Brexits bei Lebens- und Rentenversicherungen

Gefahren des Brexits bei Lebens- und Rentenversicherungen

Montag, 20. Mai 2019

Für Kunden von Lebens- und Rentenversicherungen bei britischen Versicherungen, wie der Clerical Medical, Standard Life, Canada Life, Friends Provident birgt der Brexit erhebliche Gefahren. Diese reichen im schlechtesten Fall bis hin zum Zahlungsausfall und damit vollständigem Verlust des Ersparten.
Aktuell kann niemand vorhersehen, wie der Brexit ausgestaltet sein wird. Nach wie vor werden diverse Möglichkeiten verhandelt, wobei der sogenannte „harte“ Brexit beispielsweise die Gefahr birgt, dass Auszahlungen der Lebensversicherungen an Deutsche als EU-Bürger nicht mehr möglich sein werden.
Manche britischen Versicherungen haben ihre Geschäfte daher schon in die EU transferiert, z.B. die Standard Life nach Irland und die Clerical Medical nach Luxemburg auf die Scottish Widows Limited.
Dadurch ist das Insolvenzrisiko für Versicherungsnehmer jedoch erheblich gestiegen.
Während in Großbritannien ein spezieller Insolvenzschutz durch die Financial Services Compensation Scheme (FSCS) bestand, die die Versicherungsnehmer im Falle einer Insolvenz entschädigt, gibt es ein solches Auffangsystem in Irland oder Luxemburg nicht. In der Folge besteht im Falle der Insolvenz für die Kunden das Risiko des Totalverlustes der Beiträge.
Hier besteht besonders erhöhter Handlungsbedarf, eine mögliche Beendigung des Vertrags zu überprüfen. Unabhängig davon lohnt es sich ohnehin in vielen Fällen, sich von der Versicherung zu lösen, da diese in ihrer Wertentwicklung weit hinter den Erwartungen zurückblieb.
Da Kündigungen jedoch mit erheblichen Verlusten einhergehen, ist der deutlich lukrativere Widerspruch ratsam.
Wir prüfen für Sie im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung, ob ein Widerspruch bei Ihnen möglich ist und wieviel Geld Sie hierbei erhalten könnten.

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Poppelbaum Geigenmüller
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